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16.04.2018 10:19 Alter: 156 days
Kategorie: Projekte

Heavy Lifting in den Gropius Passagen

Schwerlast-Einsatz der LGH bei Umbauarbeiten für die Kaufhauskette Primark


Nach der Schließung der Galeria Kaufhof Filiale in den Gropius Passagen im vergangenen Jahr haben die Umbauarbeiten für die Kaufhauskette Primark begonnen. Für die Integration einer Anlieferzone im Untergeschoss müssen zwei Betonstützen entfernt werden – die LGH unterstützt hierbei mit 12 Hydraulikzylindern und einer computergesteuerten Synchronanlage. Die Gropius Passagen sind mit über 140 Geschäften und einer Fläche von 100000 Quadratmetern das größte Einkaufszentrum in Berlin.

Die ehemaligen Verkaufs- und Lagerflächen von Galeria-Kaufhof sollen für die Eröffnung einer neuen Primark-Filiale renoviert und teilweise saniert werden. Im Rahmen des Umbaus ist ebenfalls eine Anlieferzone mit eigener Zufahrt für LKWs vorgesehen. Damit das Be- und Entladen, sowie das Rangieren der großen Fahrzeuge unterhalb der Verkaufsräume möglich wird, sieht der Betreiber der Gropius Passagen nur eine Möglichkeit – die Entfernung von zwei tragenden Betonpfeilern. Die Herausforderung besteht darin, die Belastung der zu entfernenden Stützen möglichst platzsparend aufzufangen.

Da das Untergeschoss der Gropius Passagen nicht genügend Fläche für eine adäquate Lösung hergibt, entscheiden sich die Verantwortlichen dazu, vier Stahlfachwerke im 3 Etagen höher liegenden 1. Parkdeck zu verwenden. Hiermit sollen den Etagen unterhalb des Parkdecks die Belastung genommen, beziehungsweise mithilfe von Zugstangen in der Dimension M52 nach oben zurückgeleitet und auf die umliegenden Pfeiler verteilt werden. Innerhalb der Stahlfachwerkkonstruktion muss dafür ein künstlicher Druck erzeugt werden – der zuständige Statiker gab hierbei einen Wert von 480 Tonnen an.

Bereits im Mai 2017 erhielt die LGH GmbH die Anfrage über 12x50 t Hydraulikzylinder mit identischer Bauart und -höhe, die mithilfe einer computergesteuerten Synchronanlage einen Druck von 480 Tonnen erzeugen können. Nach genauer Absprache aller technischen Details kann die Frank Krüger Stahl- und Anlagenbau GmbH aus Barsbüttel der LGH die Zusage erteilen und in die weitere Planung gehen.

In den Mittelkonsolen der Stahlfachwerke, die auf Grundlage der angebotenen Hydraulikzylinder konstruiert wurden, müssen je Betonpfeiler sechs Zugstangen integriert werden – je drei auf jeder Seite des Betonpfeilers. Die Vorbereitung dauert mehrere Monate. Die sechs Zugstangen wurden durch den Boden der 2. Etage verlegt und an den darunterliegenden Decken befestigt. Zwei Zugstangen sind hierbei jeweils für die Abfangung eines Deckenfeldes vorgesehen.

Am 01.03.2018 wird es schließlich ernst. Die insgesamt zwölf Hydraulikzylinder wurden bereits am Tag zuvor von Mitarbeitern der LGH auf den beiden Seiten des ersten Betonpfeilers innerhalb der Mittelkonsole positioniert, an die computergesteuerte Synchronanlage angeschlossen und getestet. Am Einsatztag wurden zusätzlich noch Wegemesser angebracht und bei einer letzten Begehung aller Etagen der IST-Zustand dokumentiert. Pünktlich um 10:00 Uhr gibt Herr Dr. Krüger von der Frank Krüger Stahl- und Anlagenbau GmbH den Startschuss für den Hub am ersten Betonpfeiler. Vollständig synchron bauen die 4x3 50 t Hydraulikzylinder pro Mittelkonsole die erforderliche Kraft auf. Nachdem sich das Fachwerk durch den erzeugten Druck von 303,5 Tonnen um 25 Millimeter durchgebogen hat, können die entsprechenden Zugstangen fixiert und die entstandenen Lücken mit Stahlplatten unterfüttert werden. Die Kontrolle mit einem Lasermessgerät ergibt, dass kein Nachdrücken erforderlich ist. Wieder wird der IST-Zustand in jeder Etage dokumentiert.

Für den zweiten Hub werden anschließend alle zwölf Hydraulikzylinder entfernt und in den Mittelkonsolen der gegenüberliegenden Stahlfachwerke verbaut. Der zweite Hebevorgang läuft ebenfalls einwandfrei, sodass das gesamte Projekt nach ca. 5 Stunden erfolgreich abgeschlossen werden kann – ein voller Erfolg für alle Beteiligten.